Geldmarkt-ETF
Wie bei anderen Investmentfonds gibt es neben Geldmarkt-ETFs auch aktiv gemanagte Geldmarktfonds, die wegen ihrer hohen Gebühren wie Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschlag nicht weiter berücksichtigt werden.
Geldmarkt-ETFs funktionieren wie andere Investment ETFs, indem sie einen Index abbilden, Dieser Index wird bei Geldmarkt-ETFs aus kurzfristigen verzinsten Anlagen gebildet, meistens spiegelt der Index eine Einlage wider, die mit dem offiziellen Übernacht-Zinssatz zwischen Finanzinstituten €STR (aktuell 1.932%; Historie) verzinst wird. Damit ist der Zinssatz höher als bei allen Tagesgeldkonten für Bestandskunden. Die gesamten Gebühren (TER) belaufen sich auf einem sehr niedrigen Niveau zwischen 0.05% und 0.15%.. ETFs sind börsengehandlete Wertpapiere, d.h. es fallen zusätzlich die üblichen Transaktionskosten und Bid-Ask Spreads beim Kauf oder Verkauf an und es dauert in der Regel zwei Tage bis das Geld nach dem Verkauf auf dem Konto verfügbar ist. Das (teilweise) Ausfallrisiko ist wie bei allen ETFs sehr gering, weil für synthetische (Swap-)Positionen hohe Sicherheiten hinterlegt sein müssen und bei physischer Replikation der abzubildende Index dasselbe Ausfallrisiko aufweist.
In Geldmarkt-ETFs (oder alternativ auf dem Girokonto mit guten Zinsen von Trade Republic oder in Tagesgeld) sollte man das Geld für außerordentliche Ausgaben in den nächsten zwei Monaten bis zwei Jahren (z.B. größere Anschaffungen, Urlaub, Reparatur) aufbewahren, aber nicht viel mehr Geld, weil die Rendite geringer als bei langfristigen Geldanlageprodukten ist. Eine Ausnahme ist temporär überschüssiges Geld sein, z.B. weil man Geld in einer Phase niedriger Zinsen oder hoher Volatilität parkt und auf bessere Martkbedingungen für die langfristige Geldanlage wartet